Unser Kindergarten

Drei Tagesstättengruppen und zwei Kleinkindergruppen

Fünf Gruppen
Umsorgt werden die Kinder in jeder Gruppe von zwei KindergärtnerInnen und gegebenenfalls von einer PraktikantIn. Die Kinder verbringen bei uns ihren Kindergartentag überwiegend fest in ihren Gruppen. Damit möchten wir ihnen die Möglichkeit geben, in einem überschaubaren Rahmen intensive Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.
Inzwischen beherbergt der Waldorfkindergarten Köln-Volksgarten 5 Gruppen: 3 Tagesstättengruppen mit jeweils 20 Kindern, 2 Kleinkindergruppen (U3) mit jeweils 10 Kindern, jeweils geöffnet: Mo-Fr 7:00-16:00 Uhr.
Finanzen
Um alle bei uns entsteh­enden Kosten, die nicht durch staatliche Zuschüsse gedeckt sind, bestreiten zu können, erheben wir für Mit­glieder einen Mitglieds­beitrag. Die Beitrags­höhe ist einkommens­­abhängig.


Unser Kindergarten im Sommer


Tageslauf
Jeder Tag beginnt mit der Frühstückszubereitung und dem gemeinsamen Frühstück. Daran schließt sich eine Freispielphase für die Kinder, angeregt und begleitet durch handwerkliche, künstlerische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten der Erziehenden wie Backen, Herstellung von einfachem Spielmaterial, Gartenarbeit, Wäsche waschen etc. an.Unabhängig vom Wetter haben die Kinder täglich mindestens eine längere Freispielzeit draußen im Garten oder während eines Spaziergangs im Volksgarten. Jeder Tag hat ein künstlerisches Angebot wie z.B. gemeinsames Singen, Geschichten / Märchen erzählen, Puppenspiel, Rollenspiel, malen oder plastizieren. Regelmäßig erleben die Kinder rhythmische Bewegungsspiele, die die Sinnesentwicklung und die Bewegungsgeschicklichkeit fördern. Wöchentlich findet für die Kinder der jeweiligen Kindergartengruppen eine besondere Werktätigkeit in unserem Werkelstübchen oder in den Gruppen statt. Diese Werktätigkeiten sind unter anderem Filzen, Färben, Weben, Schnitzen, Malen oder Arbeiten mit Ton.


Unser Kindergarten im Winter


Ernährung
In unserer Küche legen wir großen Wert auf vegetarische Vollwertkost. Morgens bereiten wir in den Gruppen das Frühstück, die Mittagsmahlzeit bereitet unsere Köchin in unserer Einrichtung zu.

Die Lebensmittel werden mindestens zweimal wöchentlich frisch von einem Bioladen geliefert, wenn möglich in Demeterqualität. Als Vorspeise gibt es regelmäßig Salat, zur Hauptspeise Hirse, Bulgur, Quinoia, Kartoffelspeisen, Nudelgerichte alle mit Gemüse oder Suppe. Der Nachtisch besteht aus Quarkspeisen oder Obst.

Kindergartenfeste

Wir feiern mit den Jahreszeiten

Januar: Winterausflüge um Schnee, Eis, Kälte zu erleben.
Februar: Begrüßen der ersten Blumen (Winterling, Schneeglöckchen ...); Karnevalsfest.
März: Frühlingsfest; Einsäen von Gemüse und Blumen; Ostergras.
April: Blumen duften, Wildkräuter sammeln; Osterfest.
Mai: Erste warme Tage sind zu begrüßen; Eisheilige bringen oft noch einmal Kälte mit Himmelfahrt und Pfingsten.
Juni: Johanni; Sammeln von Blättern und Blüten zum Kochen von Tee; Färben von Stoffen und Wolle.
Juli: Sommerfest; Ernten von Früchten (Johannis-, Stachelbeeren ...); Spielen am Wasser und mit Feuer.
August: Getreideernte mit Dreschen, Mahlen, Backen des Brotes;
September: Herbstfest mit Erntefest; Ernten von Früchten wie Äpfel, Birnen, Weintrauben ...; Michaeli.
Oktober: Waldspaziergang verbunden mit Blätter- und Früchtesammeln.
November: Laternenfest; Advent (Adventskranzbinden, Kerzenziehen ...); Pflanzen zudecken für die Winterruhe.
Dezember: Nikolausfest; Weihnachten; Winter.


Menschen, die als Kinder die Natur staunend wahrgenommen
haben, werden später im Leben lebendig Denken und forschen;
Menschen, die als Kinder mit Ehrfurcht der Natur, den Pflanzen, Tieren
und Menschen begegnet sind, werden im späteren Leben verantwortlich handeln.

Platon


Unser Anliegen spiegelt sich auch in folgenden Gedichten wieder:


Leben lernen

Von der Sonne lernen, zu wärmen,
von den Wolken lernen, leicht zu schweben,
von dem Wind lernen, Anstöße zu geben,
von den Vögeln lernen, Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen, standhaft zu sein.
Von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Steinen das Bleiben lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
von den Blättern im Herbst das Fallenlassen lernen,
vom Sturm die Leidenschaft lernen.
Vom Regen lernen, sich zu verströmen,
von der Erde lernen, mütterlich zu sein,
vom Mond lernen, sich zu verändern,
von den Sternen lernen, einer von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen, dass das Leben
immer von neuem beginnt …

Ute Latendorf


Es ist Zeit,
in unserer Gesellschaft das zu retten,
was sich nicht funktional rechtfertigen lässt.
Es ist Zeit,
für die Dinge einzutreten, die keinen Zweck haben,
für das Spiel, für die Musik, für die Gedichte,
für das Gebet, für das Singen, für die Stille,
für alle poetischen Fähigkeiten des Menschen.
Sie haben keine Lobby,
und sie bringen keine Profite.
Aber sie stärken unsere Seelen.

Fulbert Steffensky